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Meine kleine Welt

Meine kleine Welt hat sich wieder etwas verkleinert. Die Entscheidung, von der ich neulich sprach ist gefallen.

Ab Oktober bin ich dann zum ersten Mal in meinem Erwachsenenleben nicht mehr angestellt.

Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Zum einen kann ich vom Shop noch nicht leben, zum andern ist es mit drei Kindern nicht immer leicht allen gerecht zu werden und auch noch ins Büro zu gehen. Dazu kommt, dass mein Hummelmädchen ja auch noch viele zusätzliche Termine hat. Die wichtig sind und wargenommen werden müssen.

Nach dem Umzug 2010 bin ich wieder arbeiten gegangen. Teilzeit zu 60%. Zunächst drei ganze Tage, als das nicht geklappt hat vier Tage. Die Beiden Großen sind damals in einem sehr netten und guten Kindergarten gewesen und dort war dann auch die Nachmittagsbetreuung für mein Schulkind.

Die Schwangerschaft mit der Jüngsten war nicht immer so einfach wie man sich das wünschen würde und daher war ich ab der 20. Woche daheim. Und bin es bis jetzt.

Der Arbeitgeber war immer sehr verständnisvoll und flexibel und es hat immer alles gut geklappt. Der Papa konnte zur Not auch mal einspringen- es war ja nicht weit.

Arbeitgeberwechsel beim Mann haben die Rahmenbedingungen aber nun geändert. Die Mittagsbetreuung hier im Ort ist nicht das was ich mir für meine Kinder wünschen würde und der Kindergarten hat noch Probleme mit dem Status meiner Kleinen (I-Kind oder doch nicht?). Dazu kommen die vielen Termine bei Ärtzten und die Regeltermine für Physio- und Ergotherapie.

Machbar wäre es bestimmt irgendwie- nur ich würde dabei immer wieder an meine Grenze gehen müssen. Das will und kann ich nicht mehr. Die beiden letzten Jahre haben mir deutlich gezeigt, dass ich mit mir besser umgehen muss und mit meinen Kräften haushalten muss.

Und so habe ich mich entschieden. Ich werde mich den Kindern und dem Shop widmen und sehen wohin mich das führt. Ich hoffe wir werden mit diesem Weg glücklich werden. Es wird finanziell bestimmt nicht der einfache Weg sein, aber ich baue darauf, dass es für uns fünf das Beste ist.

2015.07.04_023

Edit: Wenn ich das so lese liest sich das fast wie eine Rechtfertigung.- Das soll es nicht sein. Ich wollte nur meine Gedanken teilen und festhalten. Vieleicht werde ich die Erinnerung warum ich mich so entscheiden habe ja brauchen in den nächsten Monaten. 🙂

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Mode für alle

Angeregt von Ella die sich „Ich näh mir meinen Warenkorb“ vorgenommen hat und dem schönen Projekt RUMS habe ich dieses Jahr damit begonnen mich mit Kleidung für mich zu beschäftigen. Ich habe gedacht ich könnte ja auch mal was für mich nähen.

Das ist nicht so ganz einfach. Zum einen habe ich ein nicht so freundliches Verhältnis zu mir/meinem Körper und zum anderen habe ich eine Kleidergröße die auch viel Stoff erfordert. Mit 0,5m Traumstoff ist es da eben nicht getan.

Da -anders als beim Einkaufen- man das Kleidungsstück ja nicht vorher anprobieren kann und ein schlecht sitzender Schnitt sehr viel Zeit und Stoff kostet habe ich begonnen mich mit Mode zu beschäftigen. Nicht nur mit: was passt mir- gut das nehme ich, sondern wirklich mit: was sieht gut aus und was mag ich an mir.

Interessanter Weise hat sich mein Verhältnis zu mir seit dem deutlich verbessert. Sich auch mal mit mir beschäftigen zu „müssen“ (welche Farben möchte ich tragen, welcher Schnitt sieht gut aus, Körpermaße nehmen,..) lässt mich vieles anders wahrnehmen.

Ich habe mich durch viele schöne plus-size Modeblogs  gestöbert und fest gestellt auch für „meine Größe“ gibt es schönes zum anziehen! Nicht nur praktisch und passend, sondern wirklich Mode!

Einige Blogs, die ich besonders gerne lese und anschaue möchte ich hier verlinken. Vieleicht habt ihr ja auch das Gleiche Problem und seit auf der Suche nach Inspiration? Dann kann ich euch folgende Blogs sehr anz Herz legen:

  • Katha von Kathastophal hat wie ich finde einen ganz besonders schönen Kleidungsstil. Durch ihren Blog fand ich Kleider und Röcke plötzlich schön. Bisher waren Kleider in meiner Größe für mich immer mit dem Stempel „Sack“ gekennzeichnet. Bei ihr habe ich gesehen das dass nicht stimmt! Durch Katha bin ich auch  auf das schöne Buch Sahneschnittchen gestoßen (davon später mehr).
  • Frau Schnittchen näht wunderschöne Kleidung für sich selbst und präsentiert diese in tollen Fotos.
  • Auf Wunsch einer einzelnen Dame ist mir durch den lockeren und ehrlichen Schreibstil aufgefallen (ich liebe das!) und die Kleidung die für mich „gut angezogen“ perfekt mit „alltagstauglich“ verbindet. Sehr schön zu lesen und anzusehen!
  • Auch Mia ist mir durch ihren Stil aufgefallen. Sie schafft es Mode so leicht und feminin wirken zu lassen- für mich eine regelrechte Offenbarung.
  • Auch bei der Alltagsheldin lasse ich mich sehr gerne inspirieren. Sie kombiniert und trägt Kleidung, die ich bisher als „für mich untragbar, da muss ich erst ganz viel abnehmen“ klassifiziert hatte.- Und es sieht super aus! Ich bin immer wieder begeistert.

Viele weitere Anregungen finde ich immer wieder in den Nähgruppen auf FB. Hier lasse ich mich vorallem zu den Schnitten inspirieren, die ich verwenden möchte. Wenn man schon mal gesehen hat wie der Schnitt in Gr. 48+ aussieht kann man leichter erkennen ob das was für einen selbst ist oder eher nicht.

Meine Ziele sind seit Anfang des Jahres gewachsen. Von „Ich nähe mir was für mich“ zu „vieleicht kann ich ja die Sachen auch im Blog zeigen“. Wenn mir das jemand vor einem Jahr gesagt hätte hätte ich wohl gelacht. Mal sehen ob wann ich über meinen Schatten springe und meine genähten Sachen hier zeige 😉

Der Garten und ich

Wie man bereits in der Vergangenheit leicht erkennen konnte liebe ich „meinen“ Garten.

Es ist mir daher auch sehr schwer gefallen 2010 um zu ziehen. Denn der Umzug bedeutete auch dass wir unser liebevoll hergerichtetes Haus und den nach meinen Vorstellungen gestallteten Garten verkaufen mussten.

Piraten

Das Haus in das ich unsere Jungs „nach Hause“ gebracht habe und sie ihre ersten Schritte machten. Der Garten in dem die Liebellen und der Igel lebten, der erste Sandkasten stand und unsere Hasen sich tummelten.

und hopp

Die Hasen waren ja schon ein halbes Jahr zu vor zu liebevollen, neuen Freunden umgezogen als wir entschieden unseren Lebensmittelpunkt näher an die Arbeit des Mannes zu verlegen. Für die Vögel wurde auch ein gutes, neues Heim mit großer Voliere gefunden und so stand dem Umzug nichts im Wege.

Es war für uns als Familie unumgänglich und wichtig. Aber ich denke uns hat allen vier das Herz geblutet.

Kirschblüte

In Ingolstadt wohnten wir zur Miete in einem Haus mit Garten. Die Nachbarn waren lieb und nett und anfangs passte auch alles gut.

Nach der Geburt des Jüngsten wurde das Verhältnis zur Vermieterin schwierig. Plötzlich durften wir den Garten (der bei Einzug extra für die Kinder sogar um die Hälfte des Hühnerauslaufes vergrößert wurde) nur noch in ganz geringem Umfang nutzen.

Seifenblasen

Den Garten hatte ich ohnehin nie als meinen empfunden. Zu tief saß wohl noch der Verlust des liebevoll angelegten Biotops. Ingolstadt war und wurde auch nie meine Stadt.

Als der Druck zu groß wurde gingen wir auf die Suche nach einem neuen Nest. Das war nicht so einfach. Häuser sind heute nicht auf 5 Personen ausgelegt. Kinderzimmer sind bestenfalls zwei vorgesehen -wenn überhaupt, es gibt oft wenig, dafür riesige Räume oder alles ist sehr eng und der Laden brauchte ja auch noch Platz.

Nach einigen Besichtigungen wurden wir dann überraschend und ganz plötzlich fündig. Das Haus war/ist perfekt für uns. Nahe am Wald, auf dem Dorf in einer kleinen Gemeinde- 10Min von der nächsten Kleinstadt entfernt. Hinter dem Haus ist der Spielplatz, Schule und Kindergarten im Ort. Es war als hätte das Haus auf uns gewartet!

Es war nicht perfekt und entspricht keinerlei modernen Grundrissen- aber es ist perfekt für uns. Die Kinderzimmer sind z.B. nicht gleich groß- aber das hat sich von ganz allein geregelt.

Und: Es hat einen Garten. Der Garten war etwas vernachlässigt und sah aus als hätte der letzte Eigentümer keine Lust auf Garten gehabt, sondern nur das angelegt was man eben „haben muss“. Ein vorbildlicher Siedlungsgarten eben. Aber er ist da!

gartenAls wir im Spätsommer 2013 eingezogen sind war keine Zeit für Garten. Aber einen Plan hatte wir schnell. Ein Baumhaus und ein Gemüsebeet, einen Sandkasten und eine „Obstwiese“ mit Bienenweide……

Nach dem das letzte Jahr nicht dazu geeigent war große Pläne umzusetzten (vieleicht erzähle ich das ein ander Mal) haben wir erst langsam angefangen und es wird. Das Baumhaus (eigentlich eher ein Spielhaus am Baum), der Sandkasten und der erste Teil der künftigen Obstwiese sind schon da.

apfelbaum

spielgarten

spielhaus

spielhaus2

Als ich letzten Sommer die Rosenbögen über dem künftigen neuen Gartenweg gesetzt habe und die vorhandenen Kletterrosen daran hochgeleitet habe ist auch Sie wieder eingezogen: eine Musimara.

rosenwegDiese tiefrote, traumhaft duftende Rose war für mich irgendwie fest mit MEINEM Garten verbunden. Ich habe daher so lange gesucht bis ich im Internet schließlich einen Versand gefunden habe, der diese Schönheit züchtet und verkauft. Nun steht sie den zweiten Sommer und blüht schon jetzt in ihrer verführerischen Pracht.

musimara neuUnd mit dieser Rosenblüte wurde mir plötzlich klar wie sehr ich den Garten brauche. Mir war garnicht bewusst gewesen wie sehr mir der Garten gefehlt hat- das der Verkauf mich selbst auch regelrecht entwurzelt hat. Ich glaube nach 5 Jahren bin ich nun wieder Zuhause.

Und nun blogt sie wieder?

Lange war es still hier. Viele Ansätze wieder zu bloggen sind versandet und ich habe den Beitrag dann jeweils doch nicht veröffentlicht.

Es ist so viel passiert seit 2010 vieleicht werde ich das gelegentlich mal erzählen. Besonders das letzte Jahr war sehr aufrend, anstrengend und hat mich stark verändert.

In Kurzform: Nachdem wir im Mai 2010 beschlossen hatten unser Familienleben näher an Papas Arbeitsplatz zu legen (200km einfache Fahrt waren einfach zu familienfeindlich) sind wir im September 2010 nach Ingolstadt umgezogen- hier bricht der Blog dann auch einfach ab.

Ich habe den Arbeitgeber gewechselt, mich selbstständig gemacht, wir haben unsere Familie vergrößert (nun sind es drei M´s 😉 ) und sind nochmal umgezogen. Nun fühle ich mich angekommen und möchte gerne hier bleiben.

Die kleinen Jungs von damals sind zu Schulkindern geworden und haben eine kleine Schwester bekommen, die unsere Familie nicht nur vergrößert, sondern auch bereichert um eine weitere Stimme, neue Erfahrungen und  Erlebnisse. Wir sind komplett.

Inspierert durch viele schöne Blogs- die ich in letzter Zeit vermehrt gelesen habe möchte ich nun auch selbst wieder etwas schreiben. Mal sehen wie es wird. Ich freue mich darauf meine Erlebnisse wieder zu teilen und festzuhalten.

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Da bin ich wieder

Es ist viel passiert in der letzten Zeit und im vergangenen Jahr – und je mehr los ist desto weniger schreibe ich. 🙂

Was alles los war? Wir sind umgezogen, ich habe eine neue Arbeit (logisch, die alte wäre zu weit weg 😉 ), der Kleine geht nun auch in den Kindergarten, und ich habe einen Onlineshop eröffnet.

Nach dem sich nun alles etwas beruhigt hat habe ich mir fest vorgenommen wieder mehr zu schreiben.  da wir inzwischen von unserem Zoo“ nur noch“ drei Katzen haben werden meine Themen sich wohl etwas familienlastiger bewegen. 🙂