Archiv

Das Schuhproblem oder mein Hummelkind

Am Wochenende hatte ich ja wie bereits geschrieben mehr Zeit zum Nähen. So sind (unter anderem) mehrere Paar neue Hausschuhe für die Kleine entstanden (immerhin schon Schuhgröße 25). Ja, der linke Schuh ist größer, schließlich muss die Orthese noch reinpassen und der Schuh soll nicht zu fest sitzen.

Den perfekten Schnitt für den Orthesenschuh habe ich leider noch nicht gefunden, aber das wird noch. Einfach nur weiter passt nicht und eine Nummer größer auch nicht. Das sie sehr schmale Füße hat macht es nicht gerade einfacher den Ausgleich zwischen „Normalschuh“ und „Orthesenschuh“ zu finden.

einhornpuschen

Aber sie liebt ihre Schuhe und freut sich immer riesig über jedes neue Paar. Ich nähe die Schuhe aus reinem Wollfilz mit dicker Sohle und Latexschicht um Rutschen zu vermeiden. Da die Maus ohne Schuh mit der „Schiene“ auf dem glatten Boden schnell ausrutscht trägt sie die Schuhe um so lieber. (Die Stickdatei ist wieder ein Motiv von Urban Threads)

Seit dem sie die Orthese trägt haben wir ein regelrechtes Schuhproblem. Sie bekommt zwar ein Paar Orthesen-Schuhe in jeder Größe (laut Kasse auch ein zweites, bei Kleinkindern ist das wohl möglich) aber bei Gummistifeln zum Beispiel wird es schwierig.

Der rechte Fuß ist sehr schmal und kann einen Normalen Schuh tragen, der linke benötigt einen weiten Schuh. Leider liebt die junge Dame Schuhe kaufen und möchte im laden auch immer ein Paar anprobieren, wenn die Brüder neues Schuhwerk brauchen.

Sandalen haben wir nun von Kamik. Diese lassen sich sehr flexibel einstellen, fallen meist eher großzügig aus und haben ein Fußbett das sowohl dem Füßchen, als auch der Orthese gerecht wird. In den Jettys kann sie gut und (sehr) schnell laufen!

Mit Bangen sehe ich dem Herbst entgegen, wenn Sie neue Gummistiefel braucht.

Auch Socken sind so ein Problem. In Kleinkindgrößen (unter Schuhgröße 25) gibt es fast nur Socken mit eingewebtem Muster. Das ist zwar sehr niedlich- würden in der Schiene jedoch drücken. Es gibt einige wenige Exemplare ohne Muster- nur die muss man erstmal finden.

Falls sich jemand fragt warum das Hummelkind einen Damen Feinstrumpf trägt: Mit Hilfe dieser Söckchens ziehen wir den harten Teil der Orthese über das Polster an. Das ist zwar optisch nicht so schön, aber am unkompliziertesten für alle Beteiligten.

Das Hauptproblem in der Eingewöhnungspahse war nämlich nicht, sie an die „Schiene“ zu gewöhnen (Sie hat schnell gemerkt, dass sie damit scheller und besser laufen kann und akzeptiert die Hilfe sehr gut) sondern die Ringorthese an zu ziehen. Mit Hilfe dieses kleinen Tricks aus dem Internet (leider weiß ich nicht mehr wo ich das letztlich gefunden habe) klappte es aber dann ganz gut und inzwischen ist es ganz einfach.- Wie vieles wenn man den Dreh erst mal raus hat.

Letztlich sind das aber alles „Probleme“ die wir Erwachsenen lösen „dürfen“ denn mein kleines Mädchen ist ein Hummelkind. Sie ist nicht nur so emsig und flink unterwegs, sondern macht einfach. Es gibt doch diesen alten Spruch: „Nach den Gesetzten der Aerodynamik dürfte die Hummel garnicht fliegen können. Die Hummel weiß das aber nicht und machte es trotzdem.“ (frei zitiert) Genau das trifft sie ziemlich gut. Sie lässt sich von Meinungen, Tatsachen und Prognosen garnicht beeindrucken, sondern geht einfach ihren Weg.- Und ja: SIE GEHT!

Ich wünsche mir, ihr und uns ganz sehr, dass ihr das noch lange erhalten bleibt und ihr nicht von außen kaputtgeredet wird. Von dieser Art können sich viele „gesunde“, „normale“ Menschen nämlich ganz viel abschauen.

Advertisements

So ruhig es im Blog ist…

… so lebhaft geht es hier zu.
Während die Kinder bei dem schönen Wetter mit dem Papa schwimmen gehen, durfte/musste ich daheim bleiben. Ich habe mir (mal wieder) einen Nebenhöhleninfekt zugezogen, den ich (wie üblich) verschlepppt habe und nun bin ich so krank, dass ich nicht mal Stimme habe. Aber so langsam wirkd das Antibiotika und ich kann schon wieder vor mich hin knarzen.

Dass der Papa mit allen dreien ins Schwimmbad kann verdanken wir dem Waldbad bei uns im Ort. Das ist ein Verein, der ein kleines Freibad betreibt. Der Jahresbeitrag ist für Familien erschwinglich und es ist nie so voll wie in den öffentlichen Schwimmbädern. Man hat also alle Kinder gut im Blick.

Dazu kommt, dass jeder auch mit auf die Kinder der anderen schaut. Man kennst sich ja auch aus Schule und Kindergarten. Feine Sache das!

Wir genießen es jedenfalls sehr und freuen uns über diese tolle Einrichtung und hoffen dass sie uns lange rehalten bleibt.

Vom Vertrauen und Loslassen

Seitdem mein „Großer“ in die Grundschule gekommen ist beschäftigt mich ein Thema schon sehr: das Vertrauen in die Fähigkeiten des eigenen Kindes und Loslassen können.

Es beschäftigt mich mal mehr mal weniger und taucht immer wieder dort auf, wo die Kinder etwas alleine machen möchten. Angefangen vom Umgang mit dem scharfen Messer, kaum dass sie sie Gabel benutzen können bis hin zu alleine mit dem Fahrrad zum Freund im Nachbardorf radeln dürfen bei einem Drittklässler. Und ich fürchte denke das ist noch lange nicht das Ende der Sorgen und Entscheidungen.

Ganz aktuell hat mich dieser Artikel wieder an das Thema erinnert. Ich möchte heute von der Situaton erzählen als ich das erste Mal wirklich mit meinen diesbezüglichen Ängsten konfrontiert wurde. Klar gab es schon viele solcher Momente vor diesem besagten Tag- z.B. die Sache mit den scharfen Messern. Aber alle diese Ereignisse betraffen Dinge wie eben das Helfen in der Küche bei denen ich anwesend war.

Etwas ganz anderes war es als ich das erste Mal wirklich voll und ganz loslassen und Vertrauen musste: der Weg zur Schule!

Wir haben sowohl im alten Haus als auch jetzt nie mehr als 10 Min. (Erwachsenen)Fußweg von der Schule weggewohnt. Immer auf dem Dorf und in einer vergleichsweise sicheren Umgebung, wo jeder, jeden kennt. Wir haben von klein auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr vorgelebt und dann auch aktiv geübt. Doch einige Wochen vor dem Ende der Sommerferien erzählte mir die Bäckersfrau die Geschichte ihrer Tochter, die genau auf der Straße vor dem Geschäft, der Hauptstraße des Ortes, die auch mein Sohn auf seinem künftigen Schulweg überqueren musste, überfahren wurde. – Ich war geschockt- anders kann ich es nicht sagen. Mein kleiner Junge sollte sich auf diesen gefährlichen Weg machen und das ganz alleine!

Dazu kam, dass ich zu diesem Zeitpunkt hochschwanger war und ohnehin ständig mein Beschützerinstinkt verrückt spielte. Am liebst hätte ich ihn täglich den Weg zur Schule gefahren oder begleitet. Dass das völlig übertrieben war war mir irgendwo in meinem Innersten auch klar aber mein Herz sagte etwas anderes.

Ich wusste ich kann meinem Kind vertrauen, dass ich ihm alles beigebracht hatte, was er brauchte um die Situation zu meistern, aber ich konnte nicht loslassen.

Was haben wir gemacht?- Ich habe ihn immer wieder allein vorrauslaufen lassen auf dem Weg zum Bäcker. Die ganzen restlichen Sommerferien. Jedesmal konnte ich sehen, dass er alles richtig machte und immer gut aufpasste an der Straße. Und als der erste Schultag kam und wir ihn zur Schule begleitet haben hat er uns bzw. seinem kleinen Bruder erklärt wo man stehen bleiben muss und wie man über die Straße geht. Das war es! Dieser Moment, in dem er von sich aus die Führung übernommen hat war der Moment in dem ich loslassen konnte. Ich war so stolz auf ihn!

Seit dem habe ich gelernt hinzusehen. Meine Kinder zeigen mir von sich aus wann sie soweit sind. Wenn er von sich aus kommt und fragt ob er ins Nachbardorf radeln darf um den Freund zu besuchen (ca. 15 Min. Fahrzeit), sage ich ihm wann er wieder da sein soll und unterdrücke den Drang nach einer halben Stunde anzurufen ob er angekommen ist. Er kann Radfahren, weiß seit Jahren dass er mit niemandem mitgehen darf und kennt den Weg.

In seinem Alter bin ich allein durch das ganze Dorf geradelt von einem Spielkamerad zum anderen und meine Mutter wusste nur wo ich hinwollte.- Sie hat mir vetraut. In meine Fähigkeiten und meine Entscheidungen. So bin ich aufgewachsen.

Wann sind aus uns Kindern der 80er Eltern geworden die alles kontrollieren wollen und ihre Kinder überbehüten? Warum fällt es uns so schwer in die Fähigkeiten unserer Kinder zu Vertrauen und daran zu Glauben, dass wir ihnen alles mitgegeben haben um die richtigen Entscheidungen zu treffen? Denn dass ich mit meinem „Problem“ nicht alleine bin sehe ich in meinem Umfeld.

Das zeigt auch die Reaktion der Eltern in unserem Umfeld, die mich geradezu panisch darauf hinweisen, dass mein Sohn im Baum auf dem Spielplatz klettert. Der Baum ist sehr hoch und so sicher wie ein Baum nur sein kann- er wird regelmäßig gepflegt und kontrolliert und hat starke, gesunde Äste. Mein Mittelkind ein begeisterter Kletterer. Er hat das lange geübt und hat sich dabei immer höher hinauf gewagt. Er ist nicht von Anfang an bis ganz oben geklettert. Er hat gelernt seine Kräfte und Fähigkeiten einzuschätzen.- Was beim Großen der Schulweg war ist hier der Baum. Aber ich vertraue auf ihn. Er geht nie höher als er sich selbst zutraut.KLetterbaum im Garten

Wie sollen sich unsere Kinder entwickeln, wenn sie sich nicht ausprobieren dürfen? Nur wer an seine Grenzen gehen kann und seine Fähigkeiten ausprobieren darf kann sich weiterentwickeln.

Und ist es nicht das was wir wollen? Das unsere Kinder zu selbstdenkenden, eigenständigen Menschen heranwachsen?

Ich frage mich was das Nesthäckchen sich wohl ausdenken wird?

Lieblingshelden auf Stoff

Ich hab auch einges genäht in letzter Zeit aber ans Verbloggen muss ich mich wohl noch herantasten.

Das Töchterlein liebt seit einger Zeit ja den Elefant und den Hasen heiß und innig.

Als ich diesen Stoff gesehen habe musste ich den daher einfach haben 🙂

Elefant und Hase Jonte

Lange hab ich überlegt was es wohl werden soll- geworden ist es ein Jonte-T-Shirt mit roten Ärmeln.

Der Schnitt ist einfach toll! Damit hat Lolletroll wirklich mein absoluten Kinder Shirt-Lieblingsschnit entworfen 🙂

HaseundElefant_Feli

Kaufen kann man die Stoffe überigens bei Stoffe Hemmers. Und weil der Lizenzgeber gleich noch einen tollen Stoff ermöglicht hat gab es auch noch eine Feli von rosarosa aus dem neuen Stoff 🙂

HaseundElefant_Feli2

Das Kind ist im 7. Himmel und total stolz auf seine schönen Sachen- da macht das Nähen doch gleich nochmal so viel Spass!

HaseundElefant_Feli3

Und weil die gewerbliche Verarbeitung im kleinen Rahmen erlaubt ist gibt es hier ganz bald auch T-Shirts mit Elefant und Hase zu kaufen ;).

Die Stoffe und Schnittmuster habe ich alles selbsterworben und empfehle sie gerne weiter, da ich Sie für gut befunden habe. Der Vollständigkeit halber: Der Post enthält Werbung für Fluse und Fussel.

Kindliche Logik

Das große Kind: Mama, an deinem Geburtstag kommt die Oma wieder, oder?
Mama: Ja.
Kind: Da wünsche ich mir die Feuerwehr.
Mama: Aber am Geburtstag kann sich doch nur das Geburtstagskind etwas wünschen.
-Kurze Pause-
Kind: Aber ich bin doch dein Kind. Nicht?

Unser Start

Heute war nun schon der dritte Tag in der Krippe für den kleinen m. .

Am ersten Tag lernte er nur die Bezugserzieherin kennen und konnte sich in Ruhe die Umgebung anschauen, zum Abschluss durfte er dann auch noch in den Gruppenraum und die anderen Kinder „beschnuppern“. Im ganzen waren wir ca. 1 1/2 Stunden dort.

Gestern (zweiter Tag): 2 Stunden Krippenprogram (der ganz normale Alltag dort) mit Mama.

Heute: Wie gestern, nur zusätzlich eine Viertelstunde ohne Mama.

Es gefällt ihm dort ausgesprochen gut. Er freut sich, wenn er hin darf und begrüßt alle zurückhaltend (noch 😉 ) aber begeistert. -Nur nach Hause will er nicht. 🙂 Das einzige was ihn heute gestört hat war, dass ich zurückkam und er wieder mit nach Hause sollte. Gutes Zeichen, aber eher schlecht für mein Ego 😉 .

-Sie werden soooo schnell groß!

Große Ereignisse werfen ihre Schatten vorraus

In diesem Falle der zukünftige Krippenbesuch des Kleinen m.

Eine tolle Tasche für seine Windeln, Wechselsachen etc. hat er schon von der Oma zu Weihnachten bekommen (einfach super süß!), nun habe ich mich an Krabbelpuschen versucht. Ich hab mir einen Schnitt gebastelt und aus einem Fleecerest ist das entstanden. – Also mir gefallen sie. 🙂